Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

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Rosine
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Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon Rosine » 12.12.2018, 13:39

Guten Tag!

Ich bin neu hier und benötige eine Antwort zu folgendem:

Ehemann schwerstpflegebedürftig seit 1995 (PFlegegrad 5) . Kein eigenes Einkommen, keine Rente. Keine Grundsicherung, weil Rente der Ehefrau (Altersrentnerin) zu hoch.
Wurde von der Ehefrau bis vor 2 Jahren gepflegt. Ehefrau an Krebs erkrankt und seitdem kommt zur Unterstützung ein PFlegedienst,
Die Sachleistung der Pflegekasse reicht nicht aus, es wurde Hilfe zur Pflege nach SGB XII beantragt.
Ehefrau muss von ihrer Rente einen Eigenanteil von monatlich 60 Euro zahlen.
Soweit alles o.k.

Nun ist die Mutter der Ehefrau verstorben. Ehefrau ist Alleinerbin.
Auf dem Konto der Mutter 12.000 Euro.
Muss die Ehefrau dem Amt das melden?
Kann das Amt die Erbschaft einfordern oder wird ggf. die Hilfe zur Pflege nicht mehr gezahlt?
Oder können je 5.000 Euro (10.000 Euro) als Schonvermögen gelten?

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.
Bedanke mich schonn vorab für eure Antworten.

w12
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Re: Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon w12 » 12.12.2018, 14:02

Hallo Rosine

Es handelt sich bei der Erbschaft um einmaliges Einkommen, das auf 6 Monate verteilt wird.
Danach handelt es sich um Vermögen.

Für die Anrechnung/Berechnung gilt § 85 SGB XII ff.

Gruß
w12
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Rosine
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Re: Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon Rosine » 12.12.2018, 17:11

Hallo w12,
danke für die schnelle Antwort.

Darf ich noch eine Frage hinterher schieben .... Dürfen von der Summe (12.000 Euro zum Zeitpunkt des Todes) die Kosten für die Beerdigung und die 3 Monatsmieten abgezogen werden? Dadurch mindert sich ja die Erbschaft.

w12
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Re: Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon w12 » 12.12.2018, 17:29

Hallo Rosine

Deinen Ausführungen nach, geht es um 60 Euro monatlich.

Es bliebt Einkommen und bei der Summe geht es ja nur um 360 Euro.
Grundsätzlich können die angemessenen Kosten abgezogen werden.

Gruß
w12
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Jipko2
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Re: Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon Jipko2 » 13.12.2018, 12:23

Brauchst du immer noch Hilfe zu der Pflege oder hast du schon eine Lösung für dein Problem bekommen? Wenn du immer noch Hilfe brauchst, würde ich dir empfehlen mal eine Pflegekraft zu beantragen. Eine Pflegekraft aus Polen kannst du problemlos auch durch die Hilfe von der Seite pflegezuhause.info bekommen, wo sie 10 Jahre Erfahrung in ihrer Arbeit haben und die Preise auch so gut sind.

Man kann eine Pflegekraft ab 2300 bis zu 2700 Euro bezahlen, es hängt alles von den Deutschkenntnissen der Pflegekraft ab. Sicherlich werden sie auch etwas für dich dabei haben, was dich interessieren kann.

LG

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Rosine
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Re: Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon Rosine » 14.12.2018, 09:40

w12 hat geschrieben:Hallo Rosine

Deinen Ausführungen nach, geht es um 60 Euro monatlich.

Es bliebt Einkommen und bei der Summe geht es ja nur um 360 Euro.
Grundsätzlich können die angemessenen Kosten abgezogen werden.

Gruß
w12


Hallo w12

Die 60 Euro monatlich ist der bisheriger Eigenanteil für die Hilfe zur Pflege und dagegen gibt kein Einspruch.
Zum jetzigen Zeitpunkt geht es lediglich um die Erbschaftssumme der Ehefrau, wo vorab interessiert, was muss davon für die Hilfe zur Pflege des Ehemannes eingesetzt werden.
Ohne Hintergrundwissen, ist es m. E. noch schwieriger sich vor diesem Amt zu behaupten,
das leider immer bisher wieder fehlerhaft entscheidet.

Jipko2 hat geschrieben:Sicherlich werden sie auch etwas für dich dabei haben, was dich interessieren kann.

Dieses Modell kommt für den Betroffenen nicht in Frage.

Gruß Rosine
Zuletzt geändert von Rosine am 14.12.2018, 09:42, insgesamt 1-mal geändert.

w12
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Re: Hilfe zur Pflege + Erbschaft

Ungelesener Beitragvon w12 » 14.12.2018, 11:09

Hallo Rosine

Die Erbschaft ist Einkommen.
Dieses wird auf 6 Monate verteilt.

In der Berechnung erhöht sich also das bisherige Einkommen um den Betrag.

Es kann sein, dass die Pflege komplett gezahlt werden muss oder sich nur der Eigenanteil erhöht.

Nach 6 Monaten ist der Rest des Geldes Vermögen.

Gruß
w12
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