Sozialhilfe und Auto des Vaters

Notwendiger Lebensunterhalt, Regelbedarf, Inhalt der Regelsätze (§§ 27, 28 SGB XII)

Moderator: Regelteam

Lost
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Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon Lost » 23.01.2019, 16:48

Hallo Alle Miteinander,

Ich (m 33) hatte einen Antrag auf EU Rente gestellt der abgelehnt wurde wegen fehlender Beitragszeiten. Daraufhin wurde Ich als befristet voll erwerbsgemindert eingestuft und habe einen Antrag auf SH nach SGB XII bekommen und eingereicht. Das SA möchte nun noch weitere Unterlagen haben und hat eine Überweisung auf meinen Kontoauszügen mit dem Betreff Auto gefunden und möchte nun wissen ob Ich ein Kfz habe.
Das Auto ist auf meinen Vater zugelassen und er bezahlt auch die Beiträge. Ich fahre ab und zu damit zu Arztterminen usw und habe Ihm Geld für die Versicherung usw anteilsmäßig überwiesen. Kann mir das Sozialamt da einen Strick draus Drehen oder ist das im Prinzip egal weil das Auto meinem Vater gehört und auf ihn zugelassen ist?

Viele Grüße

Lost

CuttySark
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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 23.01.2019, 17:23

Moin Lost,

warum erklärst Du dem Sachbearbeiter den Sachverhalt nicht so, wie uns?

LG Rolf
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Heinrich
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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 23.01.2019, 18:23

Hallo Lost,

Lost hat geschrieben:anteilsmäßig

das scheint mir doch das Zauberwort zu sein :)

Nach Deinen Angaben leiht Dir Dein Vater sein Auto gelegentlich, und Du erstattest die anteiligen Kosten.

Genau so dem Sozialamt erklären!

Solange Dein Anteil an den Kosten nicht signifikant hoch ist, sehe ich persönlich kein Problem. Zudem darfst Du auch als SH-Bezieher ein Auto haben - nur kein Teueres.

Immer locker bleiben ;-)

H.
Ich bin La-la-laie, und meine Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung und/oder Einschätzung zur jeweiligen Situation dar, bzw. schildere ich, was ich selbst in der jeweiligen Situation tun würde.

Lost
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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon Lost » 23.01.2019, 19:09

Ich weiß halt nicht wie da die Regelungen sind und ob ich dann als Besitzer dastehe weil Ich ja schon oft damit fahre bzw ob dann der Kfz Wert auf mein Schonvermögen angerechnet werden kann auch wenn das Auto schon älter ist :?

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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 23.01.2019, 20:21

Moin Lost,

willst Du Rechtsgrundsätze auf den Kopf stellen? Wenn ja, mit dem Justizministerium darüber debattieren. Wenn Du im Brief stehst bist Du Eigentümer, fährst Du das Auto bist Du Besitzer. Das ist doch ganz einfach.

LG Rolf
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Pete123
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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 23.01.2019, 20:25

Lost hat geschrieben: ist das im Prinzip egal weil das Auto meinem Vater gehört und auf ihn zugelassen ist?


So isses,einfach so erklären wie du es hier gemacht hast.

Allgemein,deine Lektion hast du bereits jetzt bekommen,also zukünftig etwas vorsichtig mit deinem Konto sein,dein Sozialamt schaut drauf.Im Nachbarthread darf jemand sogar einen geringen Teil-Beitrag der auf sein Konto eingegangen ist zurück zahlen.
HINWEIS: Wer ein anrechenbares Einkommen (EU-Rente o.ä.) hat und Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht,der kann die Beiträge zum VdK oder SoVD in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.Somit kostet die Mitgliedschaft keinen Cent.
Gruß Pete123 :)

Lost
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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon Lost » 23.01.2019, 20:55

Danke erstmal für die Antworten, ich werde das so beim Amt schildern.
Ich hätte da noch eine Frage: Wenn man über dem Freibetrag liegt, wird dann direkt abgelehnt oder bekommt man dann einfach weniger pro Monat oder muss man erstmal Alles aufbrauchen bis man unter den 5000 liegt?

Pete123
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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 23.01.2019, 22:48

Aufbrauchen,aber im vernünftigen Rahmen.Also kein Geld verschenken oder sinnlos verprassen.
HINWEIS: Wer ein anrechenbares Einkommen (EU-Rente o.ä.) hat und Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht,der kann die Beiträge zum VdK oder SoVD in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.Somit kostet die Mitgliedschaft keinen Cent.
Gruß Pete123 :)

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Re: Sozialhilfe und Auto des Vaters

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 24.01.2019, 06:53

Moin Lost,

Bitte lies:

https://www.cecu.de/schonvermoegen.html

LG Rolf


Ps: Vielleicht weißt Du warum Bürger im ALG II 3.800 und 10.800 Euro und im SGB XII generell 5.000 € Schonvermögen haben, wo doch angeblich alle Menschen gleich sein sollen. Artikel 3 Grundgesetz.
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