Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Fragen zu Einkommen und Vermögen (§§ 11, 12 SGB II)

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ArletteHH
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Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon ArletteHH » 05.06.2019, 20:51

Hallo @all.
Ich habe eine frage bezüglich Hinzuverdienst zur Grundsicherung.
Bin vor kurzen Volle EM Rentnerin geworden aufgrund meiner Krankheit.
Nun lebe nun von von der EM Rente + Grundsicherung
Da bleiben mir nur noch 320 Euro nach allen abzügen über im Monat zum leben.
Würde aber gerne hinzuverdienen etwas minijob etc.
Habe gegoogelt und darf Laut Rentenversicherung 6300 Euro im Jahr dazuverdienen.
Nun weiß sich aber nicht wie das sein wird ,mit der Grundsicherung ,wird mir da was abgerechnet? oder ist sie dann ganz weg?
Oder Teilweise was abgezogen?
:rolleyes:

Pete123
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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 05.06.2019, 22:07

Hallo ArletteHH,

vergiss was du da bei Google gefunden hast,beim Hinzuverdienst für Grundsicherungsempfänger zeigt der "Sozialstaat" sein wahres Gesicht.Richterlich abgesegnet bleiben dir von jedem verdienten Euro nur 30 Cent,und dann höchstens bis zur Hälfte des Regelsatzes,also z.Z. maximal 212€.
https://www.vdk.de/deutschland/pages/74 ... dsicherung
HINWEIS: Wer ein anrechenbares Einkommen (EU-Rente o.ä.) hat und Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht,der kann die Beiträge zum VdK oder SoVD in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.Somit kostet die Mitgliedschaft keinen Cent.
Gruß Pete123 :)

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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon CuttySark » 06.06.2019, 05:34

Moin Arletta,

Wenn Dir von 424 € noch 320 € verbleiben, dann herzlichen Glückwunsch. Ich zahle 50 € Strom, 30 € Hausrat und Privathaftpflicht, 22,36 € Sterbegeldversicherung, 50 € Telefon, Internet, Mobilfunk sowie 40 € für meine Tageszeitung = 192,36 € = 231,64 € Vegetierungsbetrag.

Ich ziehe allerdings andere Schlüsse als mein Forenkollege Pete123 aus der dem, was uns passiert. Meine Meinung ist die, dass Leute im Sozialhilfebezug dumm sind und das seit 2005 mit sich machen zu lassen. Dummköpfe behandelt man nicht anders. Sie haben es verdient.

Deshalb bin ich immer meinen Weg gegangen. Ich habe mir eine Aufstellung gemacht, wie ich Einnahmen generieren kann, die ohne Anrechnung sind, genau wie unsere Herren aus der Politik, die ganze Geldkoffer durch die Republik fuhren, wobei sogar der dümmste Bürger weiß, dass es viel preiswerter ist Geld durch Banküberweisungen zu transferieren.

Gehe in Dich und überlege , welcher Weg für Dich gangbar ist.

Liebe Grüße
Rolf
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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 06.06.2019, 05:51

Hallo ArletteHH,

Du darfst Dir einen Minijob (oder auch einen anderen) suchen und nicht länger als 3 Std. tgl. arbeiten.

Vom Verdienst werden leider 70 % auf die ergänzende Sozialhilfe angerechnet - behalten darf man leider nur 30% und max. den halben Regelbedarf.

Aber 30% haben oder nicht haben ... sind 60 % ;-)

H.
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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Elfriede » 06.06.2019, 07:36

Hallo Arlette
Nur die dummen gehen arbeiten
Und nur bares auf die Hand gehört dir
D er Staat ist da ganz radikal Geld her, oder ......

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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Laufschuh » 06.06.2019, 08:32

Moin Arle

Ich denke Heinrich hat es genau beschrieben.130euro hast du mehr.Unter Umständen ninimal mehr.
Wenn du auf soziale Kontakte und Normalität Wert legst,dann mach es.Mach das."lohnen",hin und her.

Angerichtet hat dir diese Ungerechtigkeit unsere Regierung.Du,der du jetzt befreit bist von der JC-Peinigung,sollst im Sinne dieser Bande
weder reich noch glücklich sein.

Regeln sind nur Papier.Mach was du willst,schau dir die Welt an.
Vereise so oft und so lange wie du kannst.Wenn dich jemand fragt,woher du das Geld hast,zeig den Finger.

MvG laufschuh

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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 06.06.2019, 10:09

Als Ergänzung da hier von täglich 3 Stunden arbeiten geschrieben wurde:

Von irgendwelchen Sonderbedingungen abgesehen darf man täglich nur weniger als 3 Stunden arbeiten,ansonsten riskiert man seine EU-Rente.
Und nun mal ein Beispiel wenn man die maximal mögliche Anzahl an Stunden arbeitet: täglich 2,5 Stunden a´10€ = 25€ x 22 Arbeitstage = 550€.Das bedeutet man ist bereits bei einem richtigen Beschäftigungsverhältnis.Geht nicht wirklich,man kann also ausgehend von 10€ Stundenlohn maximal 2 Stunden täglich arbeiten,bei höherem Stundenlohn dann noch entsprechend weniger.
Sollte man also so einen "wenige Stunden Job" ergattern bleiben einem maximal 135€ vom Verdienst übrig(ausgehend vom 450€ Job).

Wer Fehler in meiner Berechnung findet,immer her damit. :)
Zuletzt geändert von Pete123 am 06.06.2019, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 06.06.2019, 10:36

Hallo "Elfriede".

Elfriede hat geschrieben:Nur die dummen gehen arbeiten

trotz aller Arbeitslosigkeit gibt es in Deutschlanf noch Millionen Mernschen, die arbeiten. Wenn die Deiner Definition nach alle "dumm" sind, dann werden die das nicht sehr gerne hören ...

Ich finde so eine Äußerung mehr als unpassend.


Elfriede hat geschrieben:Und nur bares auf die Hand gehört dir
D er Staat ist da ganz radikal Geld her, oder ......

Ist das eine Aufforderung, schwarz zu arbeiten?

H.
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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Heinrich » 06.06.2019, 10:39

Hallo "Pete123",

Pete123 hat geschrieben:darf man täglich nur weniger als 3 Stunden arbeiten,ansonsten riskiert man seine EU-Rente.

ich kenne es so, daß man als vollständig erwerbsgemindert gilt, wenn man tgl. nicht mehr als 3 Stunden arbeiten kann. Das sind nach meiner Interpretation 3 volle Zeitstunden.

H.
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Re: Frage zum Hinzuverdienst zur Grundsicherung

Ungelesener Beitragvon Pete123 » 06.06.2019, 10:56

Heinrich hat geschrieben:Hallo "Pete123",

Pete123 hat geschrieben:darf man täglich nur weniger als 3 Stunden arbeiten,ansonsten riskiert man seine EU-Rente.

ich kenne es so, daß man als vollständig erwerbsgemindert gilt, wenn man tgl. nicht mehr als 3 Stunden arbeiten kann. Das sind nach meiner Interpretation 3 volle Zeitstunden.

H.


Hallo Heinrich,
das sagt die Rentenversicherung:

Teilweise erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit zwar noch mindestens drei, aber nicht mehr mindestens sechs Stunden täglich arbeiten kann. Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ist halb so hoch wie die Rente wegen voller Erwerbsminderung.

https://www.deutsche-rentenversicherung ... er_em.html
Zuletzt geändert von Pete123 am 06.06.2019, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Gruß Pete123 :)


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